Deutsche Sporthalle

Deutsche Sporthalle

1951 wurde nach Plänen von Richard Paulick auf der Nordseite der Stalinallee zwischen Lebuser -und Koppenstraße eine Sporthalle gebaut. In Vorbereitung der "III. Weltfestspiele der Jugend und Studenten" im August 1951 gelang es, diesen Monumentalbau für ca. 5000 Besucher in nur 148 Tagen an der Nordseite der Allee zu errichten. Fast alles musste beim Bau improvisiert werden. Aus Mangel an Stahlträgern wurden Träger aus dem im Krieg zerstörten Zentralviehhofes verwendet. Die Sporthalle erhielt deshalb keinen runden, sondern einen ovalen Grundriss. Das Travertin zur Verkleidung der Stahlkonstruktion wurde Lagerbeständen entnommen, die vor 1945 für den Bau von Hitlers Hauptstadt Germania angelegt worden waren.

Für die repräsentative Gestaltung des Eingangs wurden vier Plastiken aus der gesprengten Schlossruine von Andreas Schlüter rekonstruiert. Das Relief am Eingangsportal stammte vom Berliner Bildhauer Konrad Velzmann. Auf Grund erheblicher Bauschäden, die sicher auch in den Umständen ihrer raschen Erbauung begründet waren, musste sie 1968 baupolizeilich geschlossen werden. Bis dahin fanden hier vor allem Ausstellungen, Wettkämpfe und der alljährliche Weihnachtsmarkt statt.

Mit dem Abriss der Sporthalle 1971 ging ein bedeutsames Zeugnis der frühen DDR-Geschichte verloren.