Ein Spaziergang über die Karl-Marx-Allee - die Geschichte einer Berliner Straße

 

„Zu allen Zeiten war es so, dass die Architektur ein Spiegelbild der Gesellschaftsordnung darstellte.“
Gustav Heinemann

Ein Spaziergang über die Karl–Marx–Allee die Geschichte einer Berliner StraßeVon 1951 bis 1957 wurden hier im Berliner Stadtbezirk Friedrichshain „Arbeiterpaläste“ gebaut. Die Bewohner der Allee entstammten den unterschiedlichsten Bevölkerungsschichten und wurden oftmals von anderen beneidet, wegen des Qualitätsstandards der Wohnungen.

Viele Berliner erinnern sich an die Allee als lohnenswertes gastronomisches Ziel: Restaurants wie das Warschau, das Budapest und das Bukarest waren beliebt und sind heute legendär.
Zumindest in den 50er und 60er Jahren fuhr der Ostberliner zur Allee um einzukaufen. Die staatlich gelenkten Warenströme flossen hier reicher als andernorts. Den „Boom-Jahren“ folgten Verfall, nach der Wende Privatisierung und Sanierung. Heute präsentiert sich die Straße in denkmalgerechtem Glanz und muss sich ihren Platz im Überangebot der Stadt suchen. Das jetzige Café Sibylle eröffnete 1953 als Milchtrinkhalle und kurz darauf als Milchbar in der Stalinallee. Mitte der Sechziger wurde es in Café Sibylle umbenannt.

1997 wurde das Café zunächst geschlossen und am 13.10.2001 neu eröffnet. Teile der alten Milchbar-Bemalung sind freigelegt: torkelnde Cocktailgläser und tanzende Eisbecher im Stil der Fünfziger geben den Einstieg in die Ausstellung zur Geschichte der Karl-Marx-Allee.

Vor allem Berlinbesucher/innen aber natürlich auch Anwohner/innen der Straße sind eingeladen, im Informations- und Ausstellungszentrum Cafe Sibylle mehr über diesen Ort zu erfahren.